KOMMUNIKATION IM ÖFFENTLICHEN INTERESSE

Wenn Sie nun zusammenzucken, ist das eine sehr verständliche Reaktion auf diese Überschrift.
Liebe und Kostendämpfung.
Jeder weiß aus Erfahrung - je näher man jemandem ist, um so einfacher kann man mit ihm/ihr sprechen. Man weiß, wie man etwas mitzuteilen hat, weil man weiß, was man miteinander teilt. Wiederholungen sind überflüssig.
Will man mit vielen Menschen sprechen, können Wiederholungen sehr teuer werden. Das wissen Sie. Gleichgültig, ob es sich dabei um Werbung, Verkaufsförderung oder Öffentlichkeitsarbeit handelt.
Um vielen Menschen nah zu sein, bedarf es weniger einer Technik, als vielmehr einer Haltung. Einer Haltung der Anteilnahme. Sie ist die Grundbedingung jeder Kommunikation. Ohne An-teil-nahme bleibt Mit-teilung nur Zufall.
So verbindet sich mit "Kommunikation im öffentlichen Interesse" keine neue Technik, sondern eine Haltung. Sie ist übertragbar auf sämtliche Gebiete der Kommunikation und benutzt alle vorhandenen Kommunikationsinstrumente - wie ein Synthesizer, das Instrument, das alle anderen in sich birgt und damit einen völlig neuen Klang erzeugt.
Das kann sich ausdrücken in Gesprächen, TV- und Hörfunkspots, Filmen, Handzetteln, Anzeigen, Faltblättern, Plakaten, Postern etc. Je nachdem, wie man am kostengünstigsten Anteilnahme - nicht erreichen, sondern - teilen kann.
Denn, wie soll man Anteilnahme erhalten, ohne selbst Anteil zu nehmen?


KOMMUNIKATION IM ÖFFENTLICHEN INTERESSE ist Kommunikation für immaterielle Güter und Güter von hohem, immateriellen Wert, deren Verkauf nur begrenzt gewinn-orientiert ist.

FÜR WEN
z.B.:
Verbande
Behörden
Vereine
Interessengemeinschaften
Aktionsgemeinschaften Fördergemeinschaften Arbeitsgemeinschaften
Industrie (produkt-/themenabhängig) Stiftungen
Kirchen
Kulturelle u. wissenschaftliche Institutionen

Themen
z.B.:
Energie
Ökologie
Soziales Engagement
Verbraucherschutz
Gesundheit

Ziele
z.B.:
Information
Aufklärung
Bewusstseinsbildung
Abbau von Vorurteilen
Motivation zu Selbstverantwortung Aufruf zu Unterstützung Festigung oder Änderung von Einstellungen Verhaltensänderung Gesetzesänderung

AN WEN
Öffentlichkeit

Gesamtöffentlichkeit
Teile der Öffentlichkeit Vertreter in Land-, Gemeinde -und Stadträten

Instanzen und Institutionen
Bund
Länder
Gemeinden
Unternehmen
Verbände

Meinungsführer
Industrie
Politik
Kultur
Kirche

Meinungsbildner
Journalisten
Autoren
Erzieher

Mittel
Anzeigen
Plakate
Fernsehspots
Funkspots
Broschüren
Briefe
Prospekte
Faltblätter

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WAS oder mit 18 gerne 40 sein

Jeder kennt es: ob der Wagen des Vaters oder niemals gesehene Weltstädte dazugehörten - man hat sich selbst und/oder jemand anderem etwas vorgemacht. Das war, als man mit 18 gerne 40 war oder ähnlich, wenn man mit 40 gerne 18 wäre, je nachdem.
In der Kommunikation sollte man es jedoch vermeiden. Dazu gehören Fragen wie: wer ist man, wer will man sein, wie wird man gesehen, wie will man gesehen werden. Dabei kann sich herausstellen, dass ein zu großer Unterschied besteht zwischen dem, was ist und was sein soll.
In diesem Fall ist es sinnvoller, noch etwas zu warten, Änderungen vorzunehmen, bestimmte Leute einzustellen, Zusammenarbeit zu intensivieren, Informationsangebote zu erweitern o.a., bevor man mit der öffentlichen Kommunikation beginnt.
Denn es gibt keine größere Verschwendung, als Geld auszugeben, um etwas mitzuteilen, was nicht ist. Glaubwürdigkeit bleibt die Grundbedingung jeder wirkungsvollen Mitteilung.

Zu diesem Zeitpunkt sehe ich meine Aufgabe darin, Fragen zu stellen, damit Sie zu Antworten gelangen, die Sie kannten, ohne sie jemals formuliert zu haben: wer man ist, was man macht, was man darüber sagen will.

 

AN WEN oder werden Toiletten auch geputzt von Männern?

Möglicherweise haben Sie eine Haushilfe, aber auch die verreist einmal im Jahr. Wie steht es dann um diesen Akt? Vor 20 Jahren hätte der Hausherr die Sache behandelt wie einen Kühlschrank mit Abtauautomatik, also überhaupt nicht.
Heute ist es anders. Gesellschaftliche Veränderungen machen selbst vor sanitären Anlagen nicht Halt. Wenn man diese Veränderungen vorausahnt, lassen sich neue Zielgruppen entdecken - Gruppierungen unvoreingenommener Menschen, die gerade erst stattfinden. Sie können für bestimmte Anliegen offener sein, als statistisch festgelegte Zielgruppen.
So hat man vor einiger Zeit als Zielgruppe für sanitäre Reinigungsmittel männliche Verwender ausgemacht. Männer (wie Frauen) befinden sich heute in einem Wandlungsprozess. Sie zu überzeugen, wenn sie weder für noch gegen eine Sache sind, ist sinnvoller, als dort zu überzeugen, wo Meinungen ohnehin feststehen.
Denn ein Plädoyer zum Paragraphen 218 vor der Bischofskonferenz ist wahrscheinlich ähnlich wirkungslos wie eine Rede mit demselben Ziel auf einer feministischen Tagung.

Hierbei sehe ich meine Aufgabe darin, Sie bei der Bestimmung von Zielgruppen zu unterstützen und Entwicklungen vorauszuahnen, um gesellschaftliche Gruppen im Wandel zu erkennen.

 

MIT WELCHEM ZIEL oder als Familienvater auch Junggeselle bleiben

Zwei Ziele unter einen Hut zu bringen, kann durchaus gelingen. Beide jedoch im gleichen Moment zu kommunizieren: z.B. unerwartet nach Mitternacht heimkehren, beschwingt zum Mineralwasser greifen und die Ehefrau nach den Noten der Kinder fragen... stiftet nur Verwirrung. Äußerungen werden ambivalent und Behauptungen unglaubwürdig.
Man sollte sich daher entscheiden, welches Kommunikationsziel vorrangig ist, und es klar und spezifisch umschreiben, z.B.: "Steigerung unseres Bekanntheitsgrades als ältester Tierschutzverband bei Eskimos um 20 % im 1sten Jahr unserer Aktivitäten."
Denn je verschwommener die Zielsetzungen sind, um so verschwommener sind ihre Umsetzung und Ergebnisse.

Meine Aufgabe sehe ich darin, Sie hei der Formulierung Ihrer Zielsetzungen zu unterstützen, Vorschläge zu machen und über Ihre Entscheidungen nachzudenken.

 

WIE oder wie erklären Sie den Inhalt Ihrer Brieftasche sich selbst, Ihrer Frau, Ihrem Kind und dem Finanzamt?

Wahrscheinlich immer etwas anders. Ein kreativer Akt. Jeden Monat, jedes Jahr von neuem.
Nehmen wir an, Sie möchten einen Wagen kaufen für 85.000 DM. Welche Mittel der Rechtfertigung könnten Sie heranziehen? Sich selbst könnten Sie mit einem Blick in den Motor überzeugen, die Ehefrau mit einem Hinweis auf die Karosserie, das Kind (Grundschule) könnte man mal kurz ans Steuer lassen, dem Finanzamt legte man verschiedene Rechnungen vor. Das ist der übliche Weg.
In einer Krisensituation - die Ehefrau wünscht sich eine neue Innendekoration, das Kind einen Computer - ist Aufmerksamkeit für Ihre Erklärungen jedoch nicht sehr hoch. In der professionellen Kommunikation ist das ständig so. Andererseits haben Sie keine Geduld, Ihre Erklärungen ständig zu wiederholen. In der professionellen Kommunikation meistens nicht genügend Geld. Was nun?
Sie lenken die Aufmerksamkeit auf einen von der jeweiligen Person unerwarteten Aspekt... indem Sie die Mittel Ihrer Rechtfertigung austauschen: Ihrer emanzipierten Ehefrau beweisen Sie Qualität und Wirtschaftlichkeit des Modells durch einen Motorenvergleich, Ihrem Kind, das gerade addieren und subtrahieren lernt, zeigen Sie Rechnungen wie einem Finanzbeamten. Was passiert dabei?
Etwas kommt unerwartet, ist ungewohnt und neu. Niemand wird für dumm verkauft. Ehefrau und Kind fühlen sich in ihrer persönlichen Entwicklung bestätigt. Ihre Erklärung erhält größere Aufmerksamkeit und bleibt eher haften. So brauchen Sie sie nicht x-mal zu wiederholen und sparen Zeit.
Und was ist, wenn sich Ihrer Frau allein beim Anblick eines Motors schon die Haare sträuben und Ihrem Kind vor lauter Zahlen nur die Tränen kommen?
Das kann natürlich passieren, wenn man sie nicht kennt, wie in meinem Fall. Es bedeutet jedoch nicht, dass die Form des Vorgehens falsch ist. Sie muss lediglich mit anderen Inhalten gefüllt werden. Und diese hängen von Anteilnahme und verständnisvoller Einfühlung in die angesprochenen Personen ab.
Denn wer würde schon auf einen Steuervorteil hoffen, indem er dem Finanzbeamten die Karosserie seines neuen Porsche zeigt?

 

WIE oder warum Kommunikation im öffentlichen Interesse keine Technik ist

Man kann, wie Sie wissen, stundenlang auf jemanden einreden, ohne dass er sich jemals angesprochen fühlt. Dabei fehlt es dem Sprecher meist an Anteilnahme. Sie erst schafft das Interesse am Zuhören.
Mitteilungen ohne An-teil-nahme sind nur Selbstgespräche. Davon gibt es genug, auch in der professionellen Kommunikation.
Der Unterschied zwischen Selbstgespräch und Kom-munikation ist die Mit-teilung. Sie ist die Form der Kommunikation, ihr Wesen ist die Anteilnahme.
Dabei ist Kommunikation, die diesen Namen verdient, eine Haltung: Menschen zu würdigen, anstatt sie zu werten ("das Kind ist zu klein", "die Ehefrau zu unwissend").
Erst aus dieser Nicht-Wertung kann sich eine Vielfalt unkonventioneller Kommunikationsmöglichkeiten ergeben (Ehefrau: Beweis durch Motorenvergleich, Kind: Beweis durch Rechnungen); sie der jeweiligen Mitteilungsfähigkeit (das Kind ist tatsächlich jung, die Ehefrau tatsächlich unwissend) anzupassen, ist meine Aufgabe.
Die beste Lösung dabei zu finden setzt voraus, dass man erst einmal alle Wege dorthin akzeptiert. Das ist nur möglich, wenn man eines immer wieder anerkennt; dass Einfachheit aus Komplexität entstehen kann.
Falls Sie diese Auffassungen teilen mochten, ist dies die Voraussetzung für eine menschenwürdige Kommunikation zwischen Ihnen und mir und Ihnen und anderen.

 

WELCHE MEDIEN oder Faktor Tante als Kostendämpfung in der Telefonrechnung

Ob weiblich oder männlich: ein Anruf bei der Tante genügt, und die übrige Familie weiß Bescheid. Klatsch spart Zeit und Geld. In der professionellen Kommunikation ist das ebenso. Man nennt es nur anders.
Als Multiplikatoren können neben Re-portern (Wieder-holer), Politikern, Erziehern, Pfarrern, also beruflichen Wieder-holern jeder Art, auch einzelne "Tanten" wirken.
Sie aufzuspüren, anzusprechen und zu gewinnen ist eine Frage der Phantasie: die Antwort zumindest eine Ergänzung zu üblichen Mediaempfehlungen.

Meine Aufgabe sehe ich darin, neben traditionellen Empfehlungen (einer Media Agentur) auch weniger übliche Vermittlungsformen vorzuschlagen und durchzuführen.

 

WANN oder ein Plädoyer gegen den Alkohol bei einer Alkoholkontrolle

Niemand träumt davon, in ein Instrument zu blasen, das ein Strafmaß anzeigt. Doch selbst dem Unschuldigsten wird das manchmal abverlangt. Sich dem Ganzen zu entziehen, indem man aus dem Wagen steigt und eine Rede wider den Alkohol hält, wäre zwecklos.
Aber ebenso wenig erfolgversprechend ist, was man manchmal in Anzeigen sieht: Unternehmen, Verbände, Berufsgruppen äußern sich zu kontroversen Themen, wenn sie bereits ins Kreuzfeuer der öffentlichen Meinung geraten sind (siehe: chemische Industrie). Dann ist die Öffentlichkeit voreingenommen, voreingenommener denn je.
Zu diesem Zeitpunkt wirkt jede Mitteilung nur noch wie der Beweis ihres Gegenteils... ebenso wie ein Plädoyer gegen den Alkohol bei einer Alkoholkontrolle. Was bedeutet das für Sie?

Neben vielfältigen, subjektiven Gründen, die nur Sie kennen, gibt es nun einen objektiven Anlass, öffentlich zu werden.
Gerade in jüngster Vergangenheit häufen sich Meldungen, die auch Institutionen mit gemeinnützigem Interesse in einem anderen Licht erscheinen lassen. Daher kann es gerade jetzt günstig sein, das Wort zu ergreifen, zu sagen, wer man ist und was man macht, bevor es jemand anderes tut. Denn Schweigen macht nicht weniger verletzlich.
Schweigen zu brechen ist jedoch immer schwer. Ihnen dabei zu helfen, ist meine Aufgabe.Und wenn Sie denken, es sei soweit, oder auch, wenn Sie nur neugierig sind, rufen Sie mich doch an oder schicken mir eine E-Mail. Ich würde mich freuen.

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